Einzigartige Kreaturen

Was ist denn das?

Monster der Tiefsee, Drachen oder Fabelwesen —
woran erinnern diese bizarren Formen?

Tatsächlich sind es keine erfundenen Kreaturen,
sondern zurückgelassene Hüllen eines natürlichen Wandlungsprozesses:
die Kokons eines Schmetterlings.

Übersehen im Alltag, unscheinbar in ihrer Herkunft,
tragen sie doch eine erstaunliche Präsenz in sich.
Reste einer Metamorphose, die abgeschlossen ist —
und gerade deshalb sichtbar wird.

Gemeinsam mit der Künstlerin Magdalena Hohlweg entstehen neue Kontexte für diese bewahrten Raritäten.
Was zuvor Teil eines verborgenen biologischen Vorgangs war,
wird zum Objekt der Wahrnehmung.

Ich fotografiere diese Strukturen vergrößert und isoliert so , dass ihre Form, ihr Aufbau und ihre Fremdheit sichtbar werden.

Durch die durchgehende Schärfe wird eine Schönheit sichtbar, die dem bloßen Auge oft verborgen bleibt.

Dabei zeigt sich etwas Unerwartetes:
eine stille, fast archaische Ästhetik.
Funktionale Formen, die zugleich fremd und vertraut wirken.

Diese „Kreaturen“ sind keine Figuren.
Sie sind Spuren eines Prozesses.

Und vielleicht genau deshalb so faszinierend.

Zusammenarbeit

Die Fotografien entstanden im Zusammenhang mit Arbeiten von Magdalena Hohlweg. In ihren künstlerischen Kontexten werden unscheinbare Dinge aus ihrer gewohnten Wahrnehmung gelöst und in neue Zusammenhänge gestellt.

So erscheinen die Kokons nicht mehr nur als biologische Hüllen, sondern als eigenständige Formen: fremd, verletzlich, präzise und von überraschender Schönheit.

Bildsequenz

Die Fotografien zeigen die Kokons als einzelne Erscheinungen.
Jede Form besitzt eine eigene Spannung: transparent, gepanzert, verletzlich, fremd.

Die Serie ist weniger eine naturkundliche Betrachtung als eine Annäherung an Formen, die im Verborgenen entstanden sind.

Ausstellungen / Kontext

Fotografien aus dieser Reihe waren im Zusammenhang mit der Ausstellung
„Romantik 2.0 — Magdalena Hohlweg“
im Museum im Schloss Bad Pyrmont zu sehen.

Weitere Arbeiten wurden im Kontext der Ausstellung
„[UN]scheinbare Welten“
im Museum Bad Arolsen gezeigt.