Klassischer Gade-Jollenkreuzer von 1975 – seit 1980 in meinem Besitz
Ein kleiner klassischer Jollenkreuzer mit Geschichte, Substanz und Charakter: königsblauer Rumpf, cremfarbenes Deck, pastellgelbe rutschfeste Sitz- und Trittflächen, Klappmast, kleine Kajüte und eine elegante Silhouette, wie sie heute selten geworden ist.


Der Lis Jollenkreuzer G618 wurde 1975 bei der Gade Bootswerft gebaut und befindet sich seit 1980 in meinem Besitz. Über viele Jahre war das Boot Begleiter auf Binnen- und geschützten Revieren: auf der Dove Elbe, der tidebeeinflussten Norderelbe, der Schlei, der Müritz und dem Achterwasser bei Usedom.
Diese Seite ergänzt die Verkaufsanzeige um Hintergrund, Renovierungsdokumentation, Ausstattungsdetails und ehrliche Angaben zum aktuellen Zustand.
Kurzprofil
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Bootstyp | Lis Jollenkreuzer |
| Werft | Gade Bootswerft |
| Baujahr | 1975 |
| Segelnummer | G618 |
| Name | Frieda |
| Besitz | seit 1980 in meinem Besitz |
| Rumpffarbe | Königsblau, hochglänzender 2K-Polyurethanlack von International |
| Deck | Cremefarben |
| Sitz- und Trittflächen | Pastellgelb, rutschfeste Polyurethanfarbe |
| Fenster / Scheiben | im Mai 2013 durch neue Originalfenster einschließlich Dichtungen ersetzt |
| Einstiegsluke | Plexiglas-Einstiegsluke im Juli 2003 ersetzt |
| Mast | Klappmast |
| Motor | Honda BF 4.5, Baujahr 2003, mit Bodenseezulassung |
| Navigation / Funk | Neues ICOM IC-M423GE, eingebaut 2026, mit DSC, ATIS, integriertem GPS-Empfänger, separater GPS-Antenne und VDES-konformer Kanalprogrammierung |
| Zweite Bedienstelle: | ICOM HM-195W CommandMic in der Plicht; das beim Funktionstest als defekt erkannte Verbindungskabel wird erneuert und die Funktion anschließend erneut geprüft |
| Lichtanlage | LED-Lichtanlage für See und Binnen |
| Bordelektrik | 2015 neu aufgebaut bzw. erweitert; Schalttafel nach Kenterung 2024 erneuert |
| Batterieanlage | 2 × Panasonic LC-CA1215P1 AGM, 12 V / 15 Ah |
| Unterwasserschiff | aktuell Epoxy-Primer, Antifouling nach künftigem Revier offen |
| Segel | Originalsegel, Schäden im Laufe der Zeit repariert |
| Rettungswesten | 2 × Secumar Ultra 170 Plus Automatik-Rettungsweste, 165 N, mit Lifebelt, hellblau-grau, Kaufdatum 17.09.2023; nach Einsatz bei der Kenterung am 06.11.2024 durch den Hersteller geprüft und gewartet |
| Trailer | Zulässiges Gesamtgewicht 350 kg, 100-km/h-Abnahme, Hauptuntersuchung bis 09/2027, abnehmbare Lichtleiste; beide 10-Zoll-Kompletträder 2026 erneuert |










Charakter des Bootes
Die Lis ist ein kleines, handliches und zugleich erstaunlich vielseitiges Boot. Als Jollenkreuzer verbindet sie die Beweglichkeit einer Jolle mit dem Schutz einer kleinen Kajüte. Gerade auf Binnenrevieren, Flachwasser, Flüssen und Seen zeigt dieser Bootstyp seine Stärken: einfaches Handling, geringer Tiefgang, trailerbare Größe und eine klassische Form, die bis heute ihren eigenen Reiz hat.
G618 hat mit der gerundeten Kajüte, dem Bugkorb und dem königsblauen Rumpf eine nostalgisch elegante Silhouette. Das Boot wirkt nicht wie ein beliebiger Gebrauchsgegenstand, sondern wie ein Stück gepflegte Bootsgeschichte.

Seit 1980 in einer Hand
Der Jollenkreuzer befindet sich seit 1980 in meinem Besitz. Dadurch ist die Geschichte des Bootes über einen sehr langen Zeitraum nachvollziehbar. Es wurde nicht anonym weitergereicht, sondern über Jahrzehnte genutzt, gepflegt, renoviert und weiterentwickelt.
Diese lange Besitzgeschichte ist für mich ein wesentlicher Teil des Bootes: G618 war Familienboot, Revierboot, Wanderboot und immer wieder auch ein Projekt, bei dem technische Verbesserungen aus praktischer Erfahrung entstanden sind.

Umfangreiche Überarbeitung 2012/2013
In den Jahren 2012 und 2013 habe ich den Lis Jollenkreuzer in Eigenleistung im professionell geeigneten Umfeld der Werft Allermöhe in Hamburg umfassend überarbeitet. Die Arbeiten wurden also nicht von der Werft ausgeführt, fanden aber in einem dafür sehr gut geeigneten fachlichen und technischen Umfeld statt.
Ziel war nicht nur eine optische Auffrischung, sondern eine substanzielle Instandsetzung und Vorsorge im Unterwasserbereich. Das Gelcoat wurde abgetragen, um vorhandene Osmoseanzeichen zu behandeln und weiteren Schäden entgegenzuwirken. Das Abtragen und der anschließende Neuaufbau des Rumpfes sind mit Bildern dokumentiert.














Bilder oben: Detailaufnahmen Unterwasserschiff während der Arbeiten.
Bei dieser Überarbeitung wurden auch zwei ältere, örtlich begrenzte Beschädigungen am Unterwasserschiff sichtbar. Sie gingen auf Steinkontakt beim Vorbesitzer zurück und waren zuvor nur oberflächlich instandgesetzt worden. Im Zuge der Renovierung wurden diese Stellen freigelegt, sorgfältig neu aufgebaut und dauerhaft instandgesetzt.
Nach dem Entfernen des Gelcoats und den Reparaturen wurden Rumpf und Unterwasserbereich mit bis zu fünf blauen Epoxidschichten neu aufgebaut. Anschließend wurde die Oberfläche mit Epoxidspachtel glatt gespachtelt und für den weiteren Beschichtungsaufbau vorbereitet.
Auch der Spiegel wurde überarbeitet: Die ausgefranste Abrisskante wurde mit Faserverstärkung instandgesetzt und gerundet. Der äußere Spiegel wurde ebenfalls mit Faserverstärkung versehen und mit Epoxidharz beschichtet.
Im selben Arbeitszusammenhang wurden die ursprünglich geriffelten Sitzflächen glatt abgespachtelt. Dadurch wurde das Sitzen angenehmer und das Verlagern beim Ausreiten komfortabler. Diese Änderung ist eine bewusste praktische Anpassung: weniger historisch-originale Struktur, dafür mehr Komfort und bessere Nutzbarkeit beim Segeln.
Am 13.05.2013 wurden die Fenster durch neue Originalfenster einschließlich Dichtungen ersetzt.
Im August 2013 war der Lis Jollenkreuzer wieder segelfertig.


Weitere Erneuerungen 2003 und 2013
Bereits im Juli 2003 wurde die Einstiegsluke aus Plexiglas ersetzt. Ebenfalls 2003 wurde eine Seilwinde für den Trailer ergänzt bzw. ersetzt.
Diese Arbeiten gehören nicht zur großen Rumpfrenovierung 2012/2013, zeigen aber, dass das Boot über die Jahre kontinuierlich erhalten und praktisch weiterentwickelt wurde.
Funktionale Verbesserung der Entwässerung 2017
2017 wurde die Entwässerung der Plicht deutlich verbessert. Die ursprünglich eher knapp dimensionierten Lenzschläuche, die von der Plicht durch die Backskisten führten, wurden durch GFK-Rohre im Maß 50 × 42 mm ersetzt.
Diese Änderung hatte zwei Vorteile: Zum einen wurde der Bereich konstruktiv stabiler, zum anderen lenzt die Plicht seitdem deutlich schneller. Der Abschluss erfolgt nun über außenliegende Lenzventilbälle statt über plichtseitige Stopfen. Die frühere Lösung mit Stopfen war im Segelalltag unpraktisch, weil sie zu leicht versehentlich mit dem Fuß geöffnet werden konnte.
Die neue Lösung ist robuster, alltagstauglicher und besser an die tatsächliche Nutzung des Bootes angepasst.
Elektrik, Funk und Beleuchtung
Im September 2015 wurde die elektrische Ausrüstung des Bootes deutlich erweitert und neu strukturiert. Dabei wurden Beleuchtungsanlage, Funkgerät, Stromversorgung, Schalttafel und Batteriekasten als zusammenhängendes Bordelektrik-System aufgebaut.
Der maßgefertigte Batteriekasten mit Schalttafel ist eine Eigenanfertigung aus wasserfestem Sperrholz und steuerbord mittschiffs eingebaut. Die Lösung ist platzsparend ausgeführt und nimmt zwei Panasonic 12-V-AGM-Akkus mit je 15 Ah auf. Es handelt sich um wartungsfreie, zyklenfeste Blei-Vlies-Akkus des Typs Panasonic LC-CA1215P1.
Die Schalttafel wurde nach der Kenterung 2024 erneuert. Sie verfügt nun über fünf Schalter, einen Batteriehauptschalter beziehungsweise Not-Aus-Sicherheitsschalter sowie eine 12-V-Bordsteckdose im Zigarettenanzünderformat. Teile der Verkabelung wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls erneuert beziehungsweise neu ausgeführt.
2026 wurde die bisherige Funkanlage durch ein neues ICOM IC-M423GE ersetzt. Das UKW-Funkgerät verfügt über DSC, ATIS, einen integrierten GPS-Empfänger mit separater GPS-Antenne sowie eine VDES-konforme Kanalprogrammierung. Für die Bedienung aus der Plicht ist das vorhandene ICOM HM-195W CommandMic vorgesehen.
Das vorhandene ICOM HM-195W CommandMic wurde mit einem neuen fertig konfektionierten Verbindungskabel erfolgreich am neuen Funkgerät getestet. Zusätzlich wurde das Firmwareupdate des CommandMic auf Version 2.02 passend zum IC-M423GE durchgeführt. Die feste Verlegung des neuen Verbindungskabels vom Cockpit zum Funkgerät in der Kajüte erfolgt noch vor der Übergabe.Dieses Kabel wird erneuert; anschließend wird die Fernbedienung aus der Plicht erneut vollständig geprüft.
Zur UKW-Antennenanlage gehören eine Deck-Trennstelle, RG-213-Koaxialkabel und passende PL-Verbindungen.
Die Beleuchtungsanlage wurde mit LED-Leuchten der Serie 34 von Aquasignal aufgebaut. Verbaut sind eine grüne Positionslampe für Steuerbord, eine rote Positionslampe für Backbord, ein weißes Hecklicht sowie ein weißes Ankerlicht und ein vorsteckbares Topplicht. Dieses kann wahlweise an der Position Mast für See oder am Bugkorb für Binnen genutzt werden. Die Leuchten haben weiße Gehäuse.






Motor und Energie
Das Boot ist mit einem Honda BF 4.5 Außenborder, Baujahr 2003, mit Bodenseezulassung ausgestattet. Der Motor war bis zur Kenterung 2024 über viele Jahre zuverlässig und bot für das Boot genügend Schub, auch in strömungsbeeinflussten Revieren wie der Elbe.
Die Batterieanlage wird unter Motor geladen. Damit stehen Funkanlage, Beleuchtung und Bordelektrik auch bei längeren Törns mit Motorbetrieb wieder versorgt zur Verfügung.
Lis Jollenkreuzer G618 „Frieda“ - Ausschnit 30 minütgen Testlauf des Motore am 26.05.2026
Klappmast und Reviertauglichkeit
Der Klappmast ermöglicht Reviere mit niedrigen Brücken, etwa auf der Dove Elbe. Von einer geübten Person kann der Mast für Brückenpassagen gelegt und anschließend wieder aufgerichtet werden.
Diese Eigenschaft war für die Nutzung auf unterschiedlichen Binnenrevieren besonders wertvoll. Das Boot bleibt dadurch flexibel: Flussreviere, Seen, geschützte Küstengewässer und trailerbare Revierwechsel sind gut miteinander vereinbar.
Aufstellen des Mastes
Kurzes Video zum Aufstellen des Mastes:
Segel
Es handelt sich um die Originalsegel. Schäden wurden im Laufe der Zeit repariert. Nach der Kenterung 2024 wurden örtlich begrenzte Schäden am Vorsegel und am Hauptsegel instandgesetzt.
Der Zustand der Segel sollte bei einer Besichtigung gemeinsam angesehen werden. Sie gehören zum historischen Charakter des Bootes, sind aber zugleich ein alters- und nutzungsbezogener Bestandteil.

Vorsegel, Hauptsegel, Segellatten, Großschot und Talje, Vorschot, Fockroller - 10.07.2026
Rettungswesten
Zum Boot gehören zwei automatische Rettungswesten:
- 2 × Secumar Ultra 170 Plus Automatik-Rettungsweste, 165 N
- mit Lifebelt
- hellblau-grau
- Kaufdatum: 17.09.2023
- nach Einsatz bei der Kenterung am 06.11.2024 durch den Hersteller geprüft und gewartet
Gerade weil die Rettungswesten bei der Kenterung tatsächlich im Einsatz waren, ist die anschließende Herstellerprüfung und Wartung ein wichtiger Bestandteil der transparenten Dokumentation.
Trailer
Zum Boot gehört ein Trailer, der über die Jahre ebenfalls instandgehalten und verbessert wurde.





1988 wurde die Knott-Achse ersetzt. Im August 2013 wurde die Lichtanlage erneuert. Die Lichtleiste einschließlich Kabel kann vor dem Slippen entfernt werden. Dadurch werden typische Fehlfunktionen durch Feuchtigkeit in Kabeln, Steckern und Leuchten vermieden.
Ebenfalls im August 2013 erfolgte die Abnahme für 100 km/h.
- zulässiges Gesamtgewicht: 350 kg
- 100-km/h-Abnahme
- HU bis 09/2027
- zwei neue Kompletträder 2026
- Reifengröße 4.00 × 10
- abnehmbare Lichtleiste
Lis Jollenkreuzer G618 „Frieda“ - auf dem Trailer
Reviere und Nutzung
Nach der Renovierung folgten zunächst Fahrten auf der Dove Elbe. Später ging es durch die Tatenberger Schleuse auf die Norderelbe, entlang der Bunthäuser Spitze bis zum Zollenspieker. Dieses Revier ist reizvoll, aber anspruchsvoll, weil die Elbe bis unterhalb von Geesthacht noch tidebeeinflusst ist.
Um in diesem Revier sicher segeln und bei Bedarf kommunizieren zu können, erhielt das Boot ein kombiniertes GPS-/See-/Binnenfunkgerät mit Bedienteil im achteren Bereich der Plicht. Außerdem wurde eine LED-Lichtanlage für See und Binnen eingebaut.
Der Honda BF 4.5 Außenborder entwickelte für das Boot ausreichend Schub, um auf der Elbe auch gegen die Strömung voranzukommen.
Ein besonderes Erlebnis war ein Törn, bei dem uns nahe Stover Strand ein Seehund begegnete. Weitere Reviere waren die Schlei, die Müritz und das Achterwasser bei Usedom.





Lis Jollenkreuzer G618 „Frieda“ Slippen und Segeln
Mehr zur Müritz-Tour:
Sonnenaufgang über der Müritz
Zustand nach Kenterung 2024
Nach einer Kenterung Ende September 2024 wurden die entstandenen Schäden und Folgearbeiten offen aufgearbeitet. Das Boot wurde trockengelegt, gereinigt und instandgesetzt.
Die Schalttafel wurde erneuert und mit fünf Schaltern, einem Batteriehauptschalter beziehungsweise Not-Aus-Sicherheitsschalter sowie einer 12-V-Bordsteckdose im Zigarettenanzünderformat versehen. Teile der Verkabelung wurden dabei ebenfalls neu ausgeführt bzw. erneuert.
Das bisherige ICOM IC-M423G hatte bei der Kenterung Wasser aufgenommen. Bei der anschließenden Kontrolle zeigten sich Korrosionsspuren an Platine und Bauteilen. Das Gerät wurde deshalb nicht wieder eingeschaltet und 2026 durch ein neues ICOM IC-M423GE einschließlich GPS-Antenne ersetzt.
[Bildplatzhalter: neue Schalttafel mit fünf Schaltern, Batteriehauptschalter/Not-Aus und 12-V-Bordsteckdose.]


Am Spiegel wurden Kratzer beseitigt und die betroffenen Bereiche nachlackiert. Örtlich begrenzte Schäden am Vorsegel und am Hauptsegel wurden repariert.
Der Honda BF 4.5 Außenborder einschließlich Tank befand sich bei der Kenterung unter Wasser. Der Motor wurde umgehend trockengelegt, mit neuen Betriebsstoffen versehen und anschließend probeweise betrieben. Im Probelauf zeigten sich keine erkennbaren Beschädigungen.
Da es sich um einen Außenborder Baujahr 2003 handelt und Wasserkontakt stattgefunden hat, kann eine verdeckte Beschädigung dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bis zu diesem Vorfall war der Motor über viele Jahre sehr zuverlässig.
Diese Angaben sind bewusst transparent formuliert. Bei einem klassischen Boot dieses Alters ist mir wichtig, nicht nur die schönen Seiten, sondern auch die durchgeführten Instandsetzungen und bekannten Einschränkungen nachvollziehbar zu benennen.
Unterwasserschiff und Antifouling
Das Unterwasserschiff trägt aktuell Epoxy-Primer. Ein neues Antifouling kann passend zum künftigen Revier aufgebaut werden.
Auf der Elbe hatte ich ein ungiftiges Kreide-Antifouling genutzt. Für den nächsten Eigner ist es sinnvoll, das Antifouling abhängig vom künftigen Liegeplatz, Revier und Nutzungsprofil auszuwählen.
Optischer Eindruck
Trotz seines Alters von inzwischen über 50 Jahren hat der Lis Jollenkreuzer eine frische und elegante Erscheinung. Der hochglänzende königsblaue Rumpf, das cremfarbene Deck und die pastellgelben rutschfesten Sitz- und Trittflächen geben dem Boot einen eigenständigen Charakter.
Die gerundete Kajüte und der Bugkorb unterstreichen die klassische Form. G618 wirkt nicht neu — und soll auch nicht so wirken. Der Reiz liegt gerade in der Verbindung aus gepflegter Substanz, sichtbarer Geschichte und zeitloser Bootslinie.
Für wen dieses Boot passen könnte
Dieser Lis Jollenkreuzer passt zu jemandem, der ein kleines klassisches Boot mit Geschichte sucht und Freude an handlicher, unmittelbarer Segelpraxis hat.
Er eignet sich besonders für Binnenreviere, Flüsse, Seen und geschützte Küstenbereiche. Durch den Klappmast sind auch Reviere mit Brücken interessant. Die Kajüte bietet Schutz und einfachen Stauraum; der Charakter bleibt trotzdem der eines kleinen, direkten Segelbootes.
G618 ist kein anonymes Serienboot ohne Geschichte. Es ist ein Boot für jemanden, der klassische Formen schätzt, technische Arbeiten nachvollziehen möchte und bereit ist, ein älteres Boot bewusst zu übernehmen.
Dokumentation
Vorhanden sind Bilder und Unterlagen aus verschiedenen Phasen:
- Renovierung und Abtragen des Gelcoats 2012/2013
- Arbeiten am Unterwasserschiff
- Reparatur der älteren Steinkontaktstellen
- Aufbau mit bis zu fünf blauen Epoxidschichten
- Epoxidspachtelarbeiten
- Arbeiten am Spiegel
- Ersatz der Originalfenster einschließlich Dichtungen
- erstes Aufriggen nach der Renovierung
- technische Details und spätere Verbesserungen
- Einbau von Funkanlage, Beleuchtung und Bordelektrik
- Törnbilder von Elbe, Müritz, Schlei und Achterwasser
- Instandsetzungen nach der Kenterung 2024
- Wartungs- bzw. Prüfnachweis der Secumar-Rettungswesten nach Einsatz
Rechnungen und Detailangaben zu einzelnen Komponenten der Funk-, Antennen-, LED-Licht- und Bordelektrik sind vorhanden und können bei ernsthaftem Interesse eingesehen werden.
Der Trailer hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 350 kg, eine 100-km/h-Abnahme und eine bis September 2027 gültige Hauptuntersuchung. 2026 wurden beide 10-Zoll-Kompletträder einschließlich Reifen und Felgen erneuert. Die neuen Reifen haben die Größe 4.00 × 10, den Tragfähigkeitsindex 71 und den Geschwindigkeitsindex N. Die abnehmbare Lichtleiste erleichtert weiterhin das Slippen, ohne Kabel, Stecker und Leuchten unnötig dem Wasser auszusetzen.
Für die Dokumentation ergänzen beziehungsweise ersetzen:
- Ersatz der durch Wassereintritt beschädigten Funkanlage durch ein neues ICOM IC-M423GE im Jahr 2026
- Rechnung und Unterlagen zum neuen Funkgerät und zur GPS-Antenne
- VDES-konforme Programmierung sowie hinterlegte DSC- und ATIS-Kennungen
- Erneuerung des Verbindungskabels zum ICOM HM-195W CommandMic und abschließender Funktionstest
- Erneuerung beider Trailer-Kompletträder 2026
- Nachweis der 100-km/h-Abnahme und Hauptuntersuchung bis 09/2027
Besichtigung und Verkauf
Diese Seite soll die Verkaufsanzeige nicht ersetzen, sondern ergänzen. Die wichtigsten organisatorischen Angaben, Preisangaben und Kontaktdaten finden sich in der jeweiligen Verkaufsanzeige. Hier stehen die Geschichte, die Renovierung, die Ausstattung und der Zustand des Bootes im Vordergrund.
Eine Besichtigung ist ausdrücklich erwünscht. Gerade bei einem klassischen Boot von 1975 sollten Zustand, Segel, Motor, Unterwasserschiff, Trailer und Ausstattung gemeinsam vor Ort angesehen werden.
Standort: 31812 Bad Pyrmont, privat, Besichtigung nur nach Vereinbarung
Preisvorstellung: 4950 € Verhandlungsbasis
Kontakt:
Bitte Kontaktaufnahme über die jeweilige Verkaufsanzeige oder nach Absprache direkt über die dort angegebene Kontaktmöglichkeit.
Email: manfred@hohlweg.de
Mobil: 0151 65196869